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Seite 7 von 10

„Die weise Urmutter mahnt“1

Elisabeth Reckmann

geb. Hölscher | 1894 – 1976

Beckum/Oelde
Warendorf

Politik/Verwaltung

Elisabeth Reckmann inmitten von männlichen Abgeordneten

Über die einzige weibliche Abgeordnete der Stromberger Gemeindevertretung und des Beckumer Kreistages während der Zeit der Weimarer Republik gibt es neben der Angabe ihres Namens und eines Fotos, das sie inmitten einer Schar von männlichen Parlamentariern zeigt, kaum Überlieferungen.
Die engagierte Hausfrau und Mutter von drei Kindern, die in Wadersloh geboren und aufgewachsen war, zog Anfang der 1920er Jahre anlässlich ihrer Heirat mit dem Schreiner Heinrich Reckmann nach Stromberg, in den Ort, der über 50 Jahre der Wirkungsbereich ihrer vielfältigen Aktivitäten werden sollte.
Nachdem sie bereits 1925 als einzige Mandatsträgerin der „Liste Kleinlandwirtschaft” in den Beckumer Kreistag gewählt worden war, wechselte die unter der Berufsbezeichnung „Hausfrau“ bzw. „Ehefrau“ geführte Kreistagsabgeordnete 1929 in die Zentrumspartei, für die sie bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Kreistag im Jahre 1932 im Beirat des Kreisjugendamtes tätig war. Gleichzeitig wurde sie wiederum als einzige weibliche Kandidatin neben elf männlichen Mandatsträgern in den Stromberger Gemeinderat gewählt, aus dem sie schließlich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ausscheiden musste, obgleich sie anlässlich der Wahl zur Gemeindevertretung mit ihrer Arbeiterliste „Reckmann und Höckelmann“ unter insgesamt fünf Listen die zweitmeisten Stimmen in Stromberg erhalten hatte.

Neben ihrer parlamentarischen Arbeit war Reckmann bis zu dessen Auflösung im Jahre 1933 im „Pächter- und Kleinbauernbund“ tätig, der sich maßgeblich für die Gründung von Ländlichen Fortbildungsschulen und Kleinsiedlerstellen einsetzte. Zudem war die rede- und schreibgewandte Frau, die lange Jahre in ihrem Heimatort für die ‚Glocke’ als freiberufliche Redakteurin tätig war, stets erste Ansprechpartnerin für Probleme und Anfragen ihrer Mitbürger/-innen.

Ihr couragiertes Auftreten wurde ihr am 23. August 1944 zum Verhängnis, als sie während der „Aktion Gewitter“, einer umfassenden Verhaftungsaktion nach dem gescheiterten Attentat des 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler, als einzige Person aus Stromberg festgenommen und in Münster drei Tage lang inhaftiert wurde.
Nach dem Zeiten Weltkrieg engagierte Elisabeth Reckmann sich in zahlreichen sozial-caritativen Vereinen. Zugleich war sie Mitbegründerin und erste Vorsitzende des „Verein für Stromberger Freilichtspiele in Stromberg i. W.“ (1951 – 1955), an dessen Bühne sie bereits im Jahre 1930 als Darstellerin der „weisen Urmutter“ in dem Schauspiel „Die Kreuznacht on Stromberg“ debütierte.


Julia Paulus

1 Bildunterschrift, In: Ulrich Gehre, Fünfzig Jahre Freilichtspiele in Stromberg. Das Spiel auf den Stufen: Eine Chronik, Oelde 1975, S. 14

„…in erwegung aber was für schaden das Closter gelitten, hatt sie sich mußen Resolvieren…“1

Anna Maria Plönies

Amtszeit 1639 – 1677

Telgte/Warendorf

Handwerk/Handarbeit
Kloster/Kirche/Religion
Wirtschaft/Unternehmen

Kupferstich des Vinnenberger Marienbildnisses, 1674
© Bildarchiv Museum Heimathaus Münsterland/Krippenmuseum, Telgte

1654, im selben Jahr, in dem in Telgte für das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter eine Kapelle gebaut wurde, beantragte die Äbtissin Anna Maria Plönies der nahegelegenen Benediktinerinnenabtei Vinnenberg beim Fürstbischof, am Mariä-Geburtstag (8. September) eine Prozession zu genehmigen – und zwar mit einem eigenen, dem Vinnenberger Marienbildnis. Diese holzgeschnitzte, handgroße Bildplastik Mariens mit dem Jesuskind auf dem Schoß, die seit Bestehen des um 1256 errichteten Klosters aufgestellt war, hatte allerdings bislang für die marianische Frömmigkeit im Klosterleben – wie insgesamt – keine bedeutende Rolle gespielt. Das sollte sich jetzt ändern! Anders als in Telgte, wo der Fürstbischof maßgeblich Einfluss auf die Steuerung der Marienwallfahrten in seinem Bistum nahm, ging der neue Kult um das Vinnenberger Bildnis von den Frauen des Klosters Vinnenberg selbst aus.

Die Zeichen der Zeit erkennend, nutzte Plönies die anwachsende, von Kirche und Staat gesteuerte Volks- bzw. Marienfrömmigkeit, um ihr eigenes Kloster zu stärken. Als sie als eine der jüngsten Ordensfrauen 1639 zur Äbtissin gewählt wurde, stand das im Dreißigjährigen Krieg heruntergewirtschaftete und verschuldete Kloster vor dem Ruin, was dazu führte, dass die Gläubiger 1645 sogar auf seine Auflösung drangen. Daraufhin fuhr Anna Maria Plönies, die aus einer einflussreichen Münsteraner Patrizierfamilie stammte, mit ihrer Priorin nach Münster, riss die Vorladungen eigenhändig von den Kirchentüren und nahm die Verwaltung des Klosters selbst in die Hand, verkaufte Ländereien, tauschte, sparte und hielt ihren Konvent an, textile Handarbeiten herzustellen. Für das mittlerweile „wundertätige“ Gnadenbild ließ sie eine wertvolle Krone und einen Mantel fertigen, schaffte einen entsprechenden Tragealtar an, der bei der Prozession von mehreren „Engeln“, Mädchen aus Milte, getragen wurde, bestellte Musikkapellen, ließ nach der Messe Brot und Bier aus eigener Herstellung verkaufen, und zur Kultpropaganda investierte sie in Andachtsbildchen mit Kupferstichen des Marienbildnisses. Sogar an eine Ablassurkunde, die in Rom ausgestellt werden musste, dachte sie, um die Attraktivität der Wallfahrt zu erhöhen.
Mit ihrem Engagement machte sie Vinnenberg nicht nur zu einem bis heute beliebten Marienwallfahrtsort, sondern sorgte stets für eine gefüllte Opfer- und Klosterkasse, aus der sie z. B. 1658 ein Armenhaus für Milte stiften konnte.


Christa Paschert-Engelke

1 Zitiert nach Hückelheim, Johannes, Äbtissinnen des Klosters Vinnenberg, In: Warendorfer Blätter 9 (1910), S. 43f.
2 2005 wurde das Kloster, in dem sich 1898 – nach der Aufhebung im Rahmen der Säkularisation 1810 – wieder eine Benediktinerinnengemeinschaft niedergelassen hatte, geschlossen.

„Und wo sind die anderen…?“1

Therese Münsterteicher

geb. Nübel | 1897 – 1967

Ahlen

Gewalt
Recht/Rechtlosigkeit
Soziales Engagement

Therese Münsterteicher
Foto: Privatbesitz Luise Ostermann

1996 bekam unter großer öffentlicher Anteilnahme ein kleiner beschaulicher Platz in Ahlen den Namen „Therese-Münsterteicher-Platz“. 2002 wurde mit ebenso breitem öffentlichem Interesse eine Biographie über Therese Münsterteicher vorgestellt. Ihre Grabstätte auf dem Ahlener Südfriedhof wird bis heute regelmäßig von einer Schulklasse der Geschwister-Scholl-Schule gepflegt.
Wer war diese Frau? Was war in ihrem Leben, das solch eine Aufmerksamkeit erregte?

Therese Münsterteicher wurde am 4. Februar 1897 als viertes Kind der Familie Nübel in der Nähe von Hövelhof im Delbrücker Land geboren. Sie wuchs auf dem Land auf, in einem bäuerlichen Umfeld, in dem viel Arbeit, wenig Geld und ein strenges Regiment der Mutter den Alltag bestimmten.
Die insgesamt sechs Geschwister hielten dennoch gut zusammen, auch als fünf von ihnen sich auf den Weg machten in die aufblühende Industrie- und Zechenregion um Ahlen herum. Mit 16 Jahren, kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, kam auch Therese nach Ahlen. Sie zog in die Klosterstraße zu ihrer Schwester. Mit der verstand sie sich wie mit einer guten Freundin. Sie suchte sich Arbeit. Sie brachte Brötchen herum, fuhr mit dem Fahrrad quer durch ihre neue Heimatstadt, strahlte dabei Optimismus und ansteckende Lebensfreude aus. So knüpfte sie rasch Kontakte und war oft Mittelpunkt in ihrer Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis.
In den 20er Jahren fand sie Arbeit in der Emaillefabrik Rollmann & Tovar. Hier, am Packtisch, freundete sich Therese, die nur „Thres’ken“ oder „Thres’chen“ genannt wurde, besonders mit einem jungen Mädchen, Rosa Moszkowicz, an. Rosa hatte zu Hause kleinere Geschwister, um die sie sich liebevoll kümmerte. Und Therese kümmerte sich mit, übertrug ihre Freundschaft auf die gesamte Familie.

Sie gab die Freundschaft nicht auf, hielt zu der jüdischen Familie Moszkowicz, auch als die Nationalsozialisten in ihrer Schreckensherrschaft Menschen jüdischer Religion und Herkunft zu Staatsfeinden und Untermenschen degradierten und selbst Mitmenschlichkeit und Freundschaft unter Strafe stellten. Sie besuchte ihre Freunde, stellte ihr Fahrrad offen vor die Haustür, sie brachte ihnen Lebensmittel und warnte sie, wenn sie von geplanten Aktionen gegen Juden erfuhr. Sie suchte nach ihnen in der Pogromnacht des 9. November 1938. Als 1939 die Familie Moszkowicz nach Essen zwangsumquartiert wurde, packte sie ihre Taschen voll mit Brot, Kohlköpfen und Ziegenfleisch, fuhr nachts heimlich mit dem Zug und traf sich im dunklen Grugapark mit ihrer Freundin. Therese half, so lange sie konnte – so lange bis alle Familienmitglieder ihren furchtbaren Weg in die Deportationszüge und Konzentrationslager antreten mussten.
Als einziger überlebte Rosas Bruder Imo. Er wurde ein namhafter Schauspieler und Regisseur und brachte Jahre nach Thereses Tod den Erinnerungsstein an sein „Tante Thres’chen“ ins Rollen.

„Und wo sind die anderen? Wo sind die anderen?“
Therese sah Imo an, der vor ihr stand, an ihrer Haustür in der Gartenstraße. Er stand da, abgemagert, kahlgeschoren, allein<br>.
„Wo sind die anderen, Imo?“ Sie schaute ihn lange still an.
Dann nahm sie ihn in die Arme.2


Hildegard Offele-Aden

1 Offele-Aden, Hildegard, Therese Münsterteicher. „Und wo sind die anderen?“ Stadt Ahlen, Der Bürgermeister, VHS und Kulturabteilung, März 2002, S. 7
2 Ebenda

„Ich brauch das einfach!“

Wilma Meyer-Carlstädt

geb. Bredemeyer | 1906 – 2000

Warendorf

Politik/Verwaltung
Soziales Engagement

Wilma Meyer-Carlstädt anlässlich der Verleihung des Ehrenrings 1989
Foto: © Fotostudio Kaup Warendorf

In ihrem Nachruf trauerten die Genossinnen und Genossen um „die Mutter der SPD im Kreis Warendorf“, der Kreisverband der AWO nimmt Abschied von der Gründerin und Ehrenvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt in Warendorf, die Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen gedenkt der Gründerin der ersten sozialdemokratischen Frauengruppe: die Genossin Wilma Meyer-Carlstädt war 74 Jahre aktives Mitglied der SPD. 1906 in Hannover geboren als Tochter eines Oberbäckers, der als „Gewerkschaftler der ersten Stunde“ galt, war sie von Haus aus der Sozialdemokratie nahe. Wegen ihrer sozialen Herkunft durfte sie, „das Proletenkind“1, das Lyzeum nicht besuchen. Stattdessen machte sie an einer Privatschule die Mittlere Reife, arbeitete als Sozialarbeiterin, dann als examinierte Krankenschwester in Hamburg.

Später zog sie mit ihrer Familie nach Münster. Ihr Ehemann Theo hatte dort eine Stelle als Buchhändler gefunden. Während der Zeit des Nationalsozialismus, als sie mit ihren beiden Söhnen Peter und Dieter allein lebte und Theo „auf hoher See“ bei der Kriegsmarine war, setzte die Gestapo sie unter Druck, wollte, dass sie die Namen von Sozialdemokraten in Hannover „herausrückte“: „Haben sie aber nicht gekriegt.“
Nachdem ihr Haus im Krieg zerstört wurde, floh sie mit ihren Kindern nach Freckenhorst. Hier baute ihr Mann nach dem Krieg den SPD-Ortsverein wieder auf, in dem auch sie mithelfen wollte, die neue Demokratie lebendig werden zu lassen. Allerdings wurde ihr – der Genossin – recht schnell deutlich gemacht, dass sie sich „als Ehefrau und Mutter“ zurückzuhalten hatte. „Die hätten mich ja groß angeguckt. Frauen hatten in der Politik nichts zu suchen“ – auch oder vor allem in der SPD nicht. Doch bei dieser Rollenzuweisung beließ sie es nicht. „Immer wieder kamen Elendszüge in Warendorf an, die meisten wurden in den Ställen des Landgestütes untergebracht, und Frau Meyer-Carlstädt half, so gut sie konnte.“2 Neben ihrem sozialen Engagement machte sie sich beruflich selbständig – mit einer sogenannten Automatenwäscherei3 an der Oststraße in Warendorf – und finanzierte ihren Söhnen das Studium.
Und trotz Argwohn blieb sie auch politisch aktiv. Schließlich wurde sie 1964 in den Rat der Stadt Warendorf gewählt – als eine der wenigen Frauen. Zehn Jahre engagierte sie sich in diesem Amt für Jugend, Soziales, Senioren, für Aussiedler/innen und ausländische Menschen. Als Vorsitzende des Ortsvereins AWO Warendorf setzte sie sich zudem besonders für die Kinder- und „Altenerholung“ und die Altenstube in Warendorf ein. Ihr großes sozialpolitisches Engagement ließ sie noch mit über 90 Jahren und trotz ihrer zunehmenden Schwerhörigkeit an allen Ratssitzungen in Warendorf interessiert teilnehmen, denn: „Ich brauch das einfach!“
1989 zeichneten die Warendorfer ihre „alte Dame“ mit dem Ehrenring der Stadt aus; zehn Jahre zuvor hatte Wilma Meyer-Carlstädt bereits das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.


Christa Paschert-Engelke

1 Auch alle weiteren nicht anders gekennzeichneten Zitate nach Dicke, Jan Nikolas, „Proletenkind und Trümmerfrau“, In: ASF im Unterbezirk Warendorf (Hg.), Jubiläumsschrift: 20 Jahre Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirk Warendorf, 1995
2 Aus der Rede anlässlich der Verleihung des Ehrenrings am 15. April 1989 durch Bürgermeister Drescher
3 Es handelte sich um eine Wäscherei mit den ersten Waschvollautomaten. Wilma Meyer-Carlstädt beschäftigte dort mehrere Personen.

„Ich wollte einfach etwas tun.“

Regina Liekenbrock

1925 – 2024

Oelde

Handwerk/Handarbeit
Kunst/Architektur

Regina Liekenbrock
Foto: © Ulrike Rossi-Epke

Sie hatte nie den Traum Künstlerin zu werden, und doch ist sie es geworden.
In ihren gegenständlichen Skulpturen, oft Frauenfiguren, meint man die Künstlerin selbst wiederzuerkennen: zierlich, schmal sind sie, sehr schlank, oft mit überlangen Gliedern, aber in ihren Gesten eindeutig, präsent, ausdrucksstark, auf das Wesentliche reduziert. Es sind Stärke und Leichtigkeit, die sich in ihren Figuren zeigen. Auf Gegenständliches lässt sie sich nicht beschränken. In ihren rein formalen Werken zeigt sie klare, harmonische Formen. Sie setzt sich lange und intensiv mit ihren Arbeiten auseinander, immer wieder betrachtet sie sie selbstkritisch, oft ändert sie noch etwas, sie ist nur mit dem Besten zufrieden.

Mit dem Ergebnis vor Augen vergisst man, dass Bildhauerei harte Arbeit ist, die viel handwerkliches Geschick verlangt. Kennt man die schmale, zierliche Frau, so traut man ihr nicht zu, dass sie die Werkzeuge beherrscht, die zur Holz- und Metallverarbeitung notwendig sind. Doch vor Arbeit hat sich Regina Liekenbrock nie gescheut. Aufgewachsen auf dem elterlichen Hof in Stromberg am Burgplatz, dort, wo sie auch heute noch lebt und arbeitet, wollte sie nach dem Krieg etwas lernen. Zwar waren Lehrstellen für Mädchen knapp, dennoch ergriff sie die Chance einer Holzbildhauerlehre. Alles andere, so sagt sie, entwickelte sich daraus, und so wurde sie mit der Zeit eine anerkannte Künstlerin.
Nach Abschluss ihrer Lehre setzte sie ihre Ausbildung an den Werkkunstschulen in Bielefeld und Münster fort, die sie mit Aufträgen aus der heimischen Möbelindustrie finanzierte. Der Kreiskunstverein ermöglichte ihr, in der Region bekannt zu werden. Sie nutzte die Chance mit überzeugenden Arbeiten wie „Wäscherin“ oder „Im Gespräch“. Regina Liekenbrock hat Kunst für den öffentlichen Raum geschaffen, ihre wichtigsten Auftraggeber sind die Kommunen. Ihre Reliefs und Skulpturen sind auf öffentlichen Plätzen in der Region zu sehen, wie in Münster, Ahlen, Vorhelm, Oelde, Beckum, Albersloh und Stromberg. Es sind Arbeiten in Holz, Metall, Kunststoff und Keramik.

In ihren letzten Jahren beschäftigte sie sich stärker mit religiösen Motiven. „Das muss am Alter liegen“, meinte sie, „man sucht und hofft.“ Dabei lächelte sie still. Weil ihr die Arbeit in der Gießerei zu anstrengend geworden war, arbeitete sie stattdessen mit ihrem Lieblingsmaterial Eichenholz. Sie malte und setzte sich aktiv mit der Farbgebung auseinander. So war sie am Ende ihres Lebens von der Form zur Farbe gekommen.


Ulrike Rossi-Epke

„Wo ein altes Gut der Anfang war…“1

Maria Keitlinghaus

gen. Meier Gresshoff | 1923 – 2012

Oelde

Wirtschaft/Unternehmen

Maria Meier Gresshoff
Foto: © Renate Ostlender

Im April 1956 brachte Maria Meier Gresshoff Sommerfrische aus ihrem Heimatort Lüdenscheid mit nach Oelde-Keitlinghausen. Und Sommerfrischler und Courage brauchte sie, als sie kurz nach ihrer Heirat einige der vielen leerstehenden Zimmer auf dem Landgut ihres Mannes in Fremdenzimmer umwandelte. Der Fremdenverkehr hatte noch keinen Einzug ins Münsterland gehalten. Doch die junge Frau kannte sich aus, schließlich führten zuhause im Sauerland ihre Eltern einen Gasthof mit Fremdenzimmern. Nachdem sie Werbeanzeigen in der Rheinischen Post und der WAZ aufgegeben hatte, kamen schon zu Pfingsten die ersten Gäste auf das idyllisch gelegene Gut am Rande der Beckumer Berge. Während ihr Mann sich bis heute um die Landwirtschaft kümmert, verwandelte die neue Gastgeberin Zimmer für Zimmer – der Urlaub auf dem Bauernhof entstand.

Nach der allgemeinen Flaute im Regionaltourismus der 70er Jahre, als die Massen via Süden flogen, setzte Frau Meier Gresshoff mit ihrer Initiative Komm aufs Land wieder ein Signal, das für das Urlaubs- und Erholungsland NRW warb. Bis heute ist es eine Dachmarke der Landesarbeitsgemeinschaft, die sie 1982 mitbegründete und deren Vorsitzende sie bis 2006 war. Parallel dazu entstand die Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof, deren stellvertretenden Vorsitz sie bis 1997 hatte. 1990 wurde auf dem Hof Meier Gresshoff der europäische Landtourismusverband Eurogites gegründet. Auch hier stand sie in der ersten Reihe, war lange Jahre Präsidentin und Vizepräsidentin. Sie ist eine echte Netzwerkerin. Ihre Netze, von denen alle profitieren, hat sie immer weiter neu geknüpft – auf regionaler, aber auch europäischer Ebene. 1987 wurde sie Mitglied bei ECOVAST – European Council for the village and small town, bis heute arbeitet sie im internationalen Vorstand mit. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Erschließung des Landtourismus in den 90er Jahren im östlichen Europa lud Bundespräsident Herzog Maria Meier Gresshoff zum Neujahrsempfang nach Berlin.

Mehr als 50 Jahre engagierte sie sich unermüdlich für die Förderung des Regionaltourismus. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet: 2004 erhielt sie an Ort und Stelle das Bundesverdienstkreuz – auf ihrem Landkomfort-Hotel Meier Gresshoff. Zuletzt war sie Seniorchefin des Drei-Sterne-Seminar- und Tagungshotels mit 45 Zimmern, Freibad, Tennisplätzen und Wellnessanlage. Die touristischen Potentiale des Münsterlandes hatte sie früh erkannt, und sie wusste, wie wichtig es ist, dafür das kulturelle Erbe, die alten Höfe, die Dorfstrukturen, die Parklandschaft zu erhalten.


Christa Paschert-Engelke

„Eine gute Wahl für Beelen – Ihre Bürgermeisterin mit Verstand, Kompetenz und Herz…“1

Elisabeth Kammann

geb. Große Halbuer | * 1954

Beelen

Politik/Verwaltung
Recht/Rechtlosigkeit

Elisabeth Kammann

Mit diesem Slogan wurde Elisabeth Kammann 2004 zur Bürgermeisterin von Beelen gewählt – als eine von nur 27 Frauen in NRW neben 373 (!) männlichen Amtsträgern. 1994 wurde die sogenannte Doppelspitze mit Stadtdirektor und ehrenamtlichen Bürgermeistern in NRW abgeschafft und spätestens mit der Kommunalwahl 1999 musste der letzte Stadtdirektor seinen Platz räumen. Bevor „Liz“ sich als sogenannte Parteilose in den Chefsessel setzen durfte, war sie über zehn Jahre ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeisterin für die Freie Wählergemeinschaft Beelen gewesen und seit 1999 im Kreistag.

Aus einem „katholischen Arbeitermädchen vom Lande“, wie es der Soziologe Ralf Dahrendorf 1965 als Beispiel für sein Postulat „Bildung ist Bürgerrecht“ konstruierte, und das zum Symbol aller Benachteiligungen avancierte, ist heute eine erfolgreiche Frau geworden. Damals war Liz elf Jahre alt und ging gerade zum Mädchengymnasium in Warendorf. Ihr Vater war Arbeiter, die Mutter half beim Bauern in der Nachbarschaft aus. Die Familie lebte in der kleinen Landgemeinde Beelen, Liz wurde katholisch erzogen wie ihre elf Geschwister. Vier Jahre später gründete jene soziologische „Kunstfigur“ die Beelener Damenfußballmannschaft mit und stand bis 1985 im Tor. Zwischendurch hatte sie ihre juristischen Staatsexamen absolviert und ihre Anwaltskanzlei in Beelen eröffnet. Für die Bildungsreformer wäre sie das Vorzeigemodell einer Bilderbuchkarriere gewesen.

Aber Elisabeth Kammann hat in diesen 40 Jahren bundesrepublikanischer Geschichte auch erfahren, wie schwer es immer noch für Frauen ist, sich auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen zu etablieren, nicht nur in der juristischen Ausbildung. Daher setzte sie auf weibliche Stärken, z.B. auf Sachorientierung, emotionale Intelligenz und – das zeichnete sie vor allem aus – auf Begeisterungsfähigkeit. Eine besondere Kompetenz von Frauen in der Politik sei es, Erste unter Gleichen sein zu können. Auf die Sicherheit, die sie in ihren familiären Netzen erfahren hat, baute sie auch im Beruf. So setzte sie sich z.B. für ein landesweites Netzwerk der Bürgermeisterinnen ein – auch, um das Amt für Frauen attraktiver und erstrebenswerter zu machen.
In ihrem Rathaus herrschten flache Hierarchien. Dennoch war sie die Chefin – drei Amtsperioden lang. Nach 16 Jahren Bürgermeisterin und 36 Jahren Ratstätigkeit wurde sie im Oktober 2020 in den Ruhestand versetzt. Aber für ihre Kommune bleibt sie aktiv – jetzt als Gästeführerin in Beelen.


Christa Paschert-Engelke

1 Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen (Hg.) , Städte- und Gemeinderat 11/2005, S. 8

„Müde bin ich, geh zur Ruh, schließe beide Äuglein zu, Vater, lass die Augen dein über meinem Bette sein. 1

Luise Hensel

1798 – 1876

Ahlen

Kloster/Kirche/Religion
Literatur/Dichtung

Luise Hensel, Zeichnung von Wilhelm Hensel 1828
© Kupferstichkabinett Berlin

Als die Dichterin Luise Hensel 1872 nach Ahlen kommt, um bei den Schwestern vom Orden des Hl. Franziskus im Vincenz-Hospital eine Bleibe für den Lebensabend zu finden, hat sie sich diese Ruhe sehnlichst gewünscht. Ihr berühmtes Abendlied dichtete sie aber bereits als 18jährige. Zu dieser Zeit verließ die Pfarrerstochter, gebürtig aus Linum in Brandenburg, Berlin, um zum katholischen Glauben zu konvertieren und in Münster im katholischen Zentrum Westfalens eine neue geistige Heimat zu finden. Zuvor war sie in den Berliner Salons, in den sogenannten romantisch bestimmten Freundschaftskreisen, vielen prominenten Persönlichkeiten begegnet.

Ihr Bruder Wilhelm, der später ein bekannter Maler wird und seine Schwester zeitlebens auch finanziell unterstützt, führt sie in die Gesellschaft ein. Unter anderem trifft Luise dort den Dichter Clemens von Brentano, der wie einige andere um sie wirbt. Später werden sie sich am Krankenbett der Katharina Emmerick in Dülmen wiedersehen. In Münster begegnet sie ihrem späteren Mentor, dem blinden Philosophen Christian Bernhard Schlüter aus Warendorf. Zunächst aber wählt sie den Pädagogen und Theologen Bernhard Overberg zu ihrem Seelenführer. Es folgen unruhige Jahre, in denen Luise als Gesellschafterin, Erzieherin, zeitweilig als Schulleiterin, Krankenpflegerin in Düsseldorf, Boppard, Aachen, Köln ihren Weg sucht. Gleichzeitig pflegt sie weiterhin freundschaftliche Kontakte mit führenden Kreisen des Katholizismus.

Schließlich entscheidet sie sich, ihr Leben Gott zu weihen. Sie legt ein Jungfräulichkeitsgelübde ab, doch ihr Plan, ein eigenes Kloster zu gründen oder zumindest in einen Orden einzutreten, erfüllt sich nicht. Stattdessen wirkt sie an mehreren Ordensgründungen mit. Von 1852 bis 1872 wohnt Luise Hensel in Wiedenbrück. Als ihre Wirtschafterin stirbt, verlässt sie Wiedenbrück Richtung Ahlen. Nur gut ein Jahr verbringt sie hier, „wo ich seit dem 4. Oktober bei den guten Barmh. Schwestern zwei helle, luftige Zimmer bewohne, die mir die Aussicht auf Gärten und Felder gewähren“. Die ersehnte Ruhe und den Frieden findet sie aber in Ahlen im unruhigen Krankenhaus nicht, stattdessen will sie, wenn möglich, noch die Übersiedlung nach Paderborn machen, „weil ich dort ruhiger und in guter geistlicher Pflege würde sterben können“. 1873 zieht sie in den Westphalenhof in Paderborn zu ihrer ehemaligen Schülerin, der Ordensgründerin Pauline von Mallinckrodt.
Obgleich Hensel nur ein schmales Werk hinterlassen hat, gehören ihre Gedichte und Lieder zur bedeutendsten deutschen religiösen Dichtung jener Zeit.


Christa Paschert-Engelke

1 Ihr „Abendlied“ entstand 1817, In: Bund, Ludwig (Hg.), Lieder der Heimath, 1868

„Wir sind gewöhnlich matt und larmoyant, wir deutschen Frauen, wenn wir in gebundener Rede sprechen.“1

Louise von Gall

verheiratete Schücking | 1815 – 1855

Sassenberg

Literatur/Dichtung

Louise von Gall

1852 verlassen das Ehepaar Levin und Louise Schücking, geb. von Gall, die Großstadt Köln, um in das von Schlaun erbaute Herrenhaus neben der Kirche in Sassenberg zu ziehen. Levin schwärmt: „Was die gnädige Frau angeht, so ist es der Mühe wert, sie als Burgfrau zu sehen. Und in der Tat, ein so völliges Ausspannen aus aller Plackerei, Hetzerei einer größeren Stadt ist etwas unbeschreiblich Angenehmes.“ Wie sehr verkennen die beiden die Realität einer Kleinstadt im Münsterland! Die Bevölkerung der ehemaligen Residenzstadt ist arm, Sassenberg liegt abseits. Das neue Gut mit den sandigen Böden und sauren Wiesen bringt nur geringen Ertrag. Oft ist es nasskalt, Umbauten müssen finanziert, vier kleine Kinder ernährt werden. Den Lebensunterhalt bestreiten die beiden weiter aus ihrer schriftstellerischen Tätigkeit.

Neben diesen Sorgen erfährt die protestantisch erzogene, liberal gesinnte und mit einem Bürgerlichen verheiratete Adelstochter Louise Intoleranz und Zurückweisung der Sassenberger und des Adels ringsum. Sie, die hochgebildete, populäre Romanschriftstellerin, Feuilletonistin und Gesellschaftsdame hat reichlich Grund zu seufzen: „Und so lange man Sorgen hat, ist doch das Leben nichts.“
Der Blick zurück fällt auf glanzvollere Zeiten: in die Salons in ihrer Geburtsstadt Darmstadt und in Wien, auf ihre Freundschaften mit den Dichterinnen Adelheid Stolterfoth und Louise von Plönnies und auf den romantischen „Poetensommer“ am Rhein. Angestiftet durch den Dichter Freiligrath lässt sie sich dort 1842 auf einen Briefwechsel mit dem ihr unbekannten Levin Schücking ein, der auf den Tag genau ein Jahr später in eine Hochzeit mündet. Die ersten gemeinsamen Jahre in Augsburg und Köln sind produktiv und turbulent. Louise veröffentlicht zwei Romane, zahlreiche Novellen, einige Theaterstücke, drei ihrer Lustspiele werden in mehreren deutschen Städten aufgeführt.
Die unglückliche Zeit in Sassenberg währt kurz. Drei Monate nach der Geburt ihres fünften Kindes stirbt sie, im 40sten Jahr, vermutlich an Typhus. Gegen ihren testamentarischen Willen wird sie auf dem Sassenberger Friedhof beigesetzt, wo man heute an der alten Grabstelle neben der Kirche einen nachgearbeiteten Gedenkstein findet. Von dort aus blickt man auf Haus Schücking.

Anders als Levin schien die Literaturgeschichte Louise über lange Zeit fast vergessen zu haben. 1847 schreibt Annette von Droste-Hülshoff ihrer Freundin Elise Rüdiger von der Meersburg über die „Schückings“: „Sie wird sehr schön gefunden und in jedem Betracht bedeutender als Er“.2 Erst Ende des 20. Jahrhunderts erscheinen zwei Publikationen, die sich dann ausführlich mit Louise von Galls Leben und Werk beschäftigen. 3


Christa Paschert-Engelke

1 Louise an Levin in einem Brief vom 16. 11.1842, In: Muschler, Reinhold (Hg.), Briefe von Levin Schücking und Louise von Gall, Leipzig 1928, S. 58
2 Brief vom 16. 2.1847, In: Woesler, Winfried (Hg.), Annette von Droste-Hülshoff, Sämtliche Briefe, Tübingen 1987, S. 419
3 Powell, Hugh, Louise von Gall, Her world and work, Columbia 1993 (In Kürze soll die deutsche Übersetzung erscheinen. CPE) und Dierks, Margarete (Hg.), „… denn sie ist ganz natürlich“ – Louise von Gall – aus Biographie, Briefen und Werken; ein Beitrag zur Mentalitätsgeschichte, Darmstadt 1996

„Im Beverbad fing alles an.“

Barbara Ernst

geb. Götker | * 1967

Ostbevern

Sport

Barbara Ernst

Direkt gegenüber ihrem Elternhaus in Ostbevern – sozusagen vor der Haustür – lag das neue Beverbad. Hier begann die nasse und glänzende Karriere der Schwimmerin Barbara Götker.
Erst relativ spät, im Alter von acht Jahren, lernte sie dort schwimmen. Fünf Jahre darauf gewann sie bei den Bezirks-Jahrgangsmeisterschaften in Warendorf in der Disziplin 100 m Rücken ihren ersten Titel als Jugendmeisterin. Die Disziplin 50 m Freistil bringt ihr den ersten und den letzten großen Erfolg: Sie gewinnt die Westdeutsche Seniorenmeisterschaft in Langenfeld 1989 und acht Jahre später 1997 im Rahmen der Schwimm-Europameisterschaften der Senioren in Prag die Goldmedaille; gleichzeitig wird sie mit der Staffel der Warendorfer Sportunion (WSU) erste in der Disziplin 4 x 50 m Freistil gemischt.

Die zweite Disziplin, in der sie überaus erfolgreich war, gehört zum Rettungssport, der – laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DRLG) – mehr ist als Schwimmen. Denn je schneller eine Rettungsschwimmerin im Wasser ist, desto besser kann sie in Not geratenen Schwimmern helfen. Trainiert wird dafür zum Beispiel mit Flossen oder mit Rettungsball. Zum Glück musste Barbara Götker ihr Können nie in einer dramatischen Situation unter Beweis stellen. Für sie stand der Sport im Vordergrund. Insgesamt 13 Weltmeistertitel und der erste Platz in zahlreichen nationalen Meisterschaften sind die Erfolgsbilanz ihrer aktiven Zeit als Rettungsschwimmerin der DLRG und als Schwimmerin für den BSV Ostbevern und die WSU.

Währenddessen stellte sie zwei Weltrekorde auf: 100 m Schwimmen und Retten mit Flossen bei der Weltmeisterschaft 1991 in Schweden und in der Disziplin Retten mit Rettungsball bei der Weltmeisterschaft in Lübeck/Travemünde 1990. Es folgte weiterer Glanz: gleich fünfmal Gold mit der deutschen Nationalmannschaft der DLRG bei der Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer in Lübeck/Travemünde in vier Einzeldisziplinen und einer Mannschaftswertung und in Schweden 1991 drei Goldmedaillen und eine Silbermedaille. Im selben Jahr holte sie für den BSV Ostbevern bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Sindelfingen Gold und Silber, 1992 dann eine Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer in Japan, eine silberne 1993 bei der Schwimmeuropameisterschaft der Senioren in Sindelfingen für den BSV Ostbevern und eine silberne 1994 bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Kanada für die WSU.

Sporadisch beteiligt sich Barbara Ernst noch an diesen Wettkämpfen. So errang die mittlerweile zweifache Mutter 2007 die deutsche Meisterschaft im Rettungsschwimmen im Einzel (Dreikampf) und mit der Staffel der DLRG Ortsgruppe Gelsenkirchen-Buer. Und bei der WM in Australien 2018 wurde die 51-Jährige Vize-Weltmeisterin.
Für ihre erste sportliche Glanzleistung im Freistil zeichnete sie die Gemeinde Ostbevern 1989 mit einer goldenen Ehrenmedaille aus. Den persönlichen Höhepunkt ihrer Karriere bildete die Verleihung des silbernen Lorbeerblattes – der höchsten deutschen Auszeichnung für sportliche Leistungen – durch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im Namen des Bundespräsidenten im Jahr 2005.


Christa Paschert-Engelke

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