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Neben Liesborn gehört das Freckenhorster Frauenstift zur ersten Generation der christlichen Stätten im Münsterland (gegründet.856). Noch heute wird die erste Äbtissin Thiatildis hier verehrt. In der Stiftskirche St. Bonifatius (1129), die als bedeutendstes Werk der romanischen Baukunst in Westfalen gilt, erinnern der Thiatildis-Schrein und der Thiatildis-Brunnen an sie. Die Grabplatte in der Krypta mit einem der frühestens Zeugnisse niederdeutscher Sprache wird der Stiftergattin Geva zugesprochen. Die Schätze des Frauenkonvents werden in der vorgelagerten Petrikapelle ausgestellt (u.a. liturgische Bücher und das Freckenhorster Hungertuch von 1628). Die hinter der Stiftskirche gelegene ehemalige Abtei von 1749 (Bauherrin Clara Francisca Antonetta von Westerholt-Lembeck) wird heute als Wohnhaus von der gräflichen Familie von Westerholt genutzt. Neben der Kirche finden sich Reste des Kreuzgangs mit einem Verzeichnis aller hier residierenden Äbtissinnen und ehemaligen Kurien der Stiftsdamen.
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1564 ergriff Anna von Ketteler zu Neu-Assen und Schulenburg die Initiative zu einem Schlossneubau in Diestedde. Nach dem Vorbild ihres Elternhauses Schloss Assen – eine mehrflügelige Anlage im Stil der Weserrenaissance – ließ sie auch Schloss Crassenstein entwerfen. Ursprünglich war Schloss Crassenstein mit Backsteinornamenten in Form von Rauten und Kreisen dekoriert. Dieser plastische Fassadenschmuck war Ausdruck des typischen Renaissance-Charakters.
In Diestedde wurden die plastischen Schmuckelemente jedoch abgeschlagen, als die Anlage 1840 bis 45 im Stil des Klassizismus umgebaut wurde.
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Bevor den Benediktinern 1131 das Kloster übertragen wurde, stand hier eines der ersten von Karl dem Großen gegründeten Frauenklöster (799) der Region.
Ein Bronzerelief mit einer Abbildung der heiligen Roswitha (Roswindis) in der Turmkapelle der Abteikirche erinnert an seine erste Äbtissin. Vermutlich befindet sich auch ihr Grab dort. Die ehemalige Abtei wird heute vom Kreis Warendorf als Museum genutzt.
www.museum-abtei-liesborn.de